Selbsterkenntnis: Erfolgreiche Menschen stehen mit beiden Füssen auf dem Bodens

Rodin Thinker Statue
Die Frage nach der wirkungsvollen und erfolgreichen Persönlichkeit ist so alt wie die Menschheit.

Digital Disruption, Industrielle Revolution 4.0,  Internet of Things, Robsourcing, Outsourcing, Gig-Workers, Social Freezing, XYZ-Generation, Blockchain, braucht es für den Datenverkehr überhaupt noch Banken? In 10 Jahren gibt es künstliche Intelligenz, die der Intelligenz des Menschen überlegen ist. Alles Aussagen und Begriffe, die mir in den letzten Tagen über den Weg gelaufen sind. Der technologische Wandel vollzieht sich sehr schnell, manchmal zu schnell.  Die Zeit verrinnt. Nur Wenige machen sich Gedanken über die Auswirkungen bezüglich Arbeitsplatz, Altersvorsorge. Kann der Staat da noch Rahmenbedingungen schaffen? Will man das? Wollen Google, Facebook, Amazon das?

Selbstbild, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstführung…

Dies schafft Unsicherheit (historisch gesehen, gab es schon eine ähnliche, gefühlte Wahrnehmung in den Jahren 1900 – 1918, lesen Sie das Buch von Phillip Blom: Der taumelnde Kontinent). Die Welt ist sehr Komplex geworden. Orientierung, Geborgenheit, Sicherheit gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wie sollen wir uns dabei verhalten, zu Hause bleiben oder mit gestalten? Es  braucht starke Persönlichkeiten, Menschen, die mit beiden Füssen auf dem Boden stehen. Menschen die sich selber akzeptieren können, ein gutes Selbstvertrauen und gesundes Selbstwertgefühl entwickeln und sich selber achten. Diese sind psychisch stabil und können angemessen mit den Alltagsanforderungen umgehen. Sie leben wirkungsvoll, d.h. sie aktivieren, steuern und stärken gezielt und bewusst die eigenen Ressourcen.

Die Selbsterkenntnis ist mit der Selbstreflexion verknüpft

Die Selbstreflexion, die Fähigkeit über sich selber nachzudenken ist eine wichtige Voraussetzung zur Selbsterkenntnis und ein wichtiger Bestandteil der Führungskompetenz.

Erfolgreiche Menschen hinterfragen sich:

Was ist mir gut gelungen?

Was werde ich anders tun?

Eine  mögliche Wegbeschreibung zur Reflexion

Selbstreflexion löst immer Spannungen aus. Die Beantwortung der Fragen denen man sich stellen muss, sollte, darf, kann durchaus auch unangenehm sein. Sie wollen die Frage beantworten: Wer bin ich? und nicht die Frage: Wer soll ich sein? Geübte Reflektierer führen ein Notizbuch und machen sich regelmässig Einträge. Meine Erfahrung zeigt, nur die Schriftlichkeit führt schlussendlich zu Konsequenzen für das künftige Verhalten und zu den erforderlichen Entwicklungsschritten.

1. Situation, Thema: Hinterfragen Sie, setzen Sie sich mit sich selber auseinander

Was und Warum und Wann und Wie und Wo und Wer, bei Wem, bei Wem nicht. Das sind Fragen, die Ihnen helfen, zu lernen, sich besser kennenzulernen.

2. Reflektieren Sie

Warum? und Wozu?

3. Was sind die Erkenntnisse daraus?

Persönliche Werte und Einstellungen, Motivation, Ziele, Verhaltenstendenzen, Arbeitsbedingungen, persönliche Rolle und Funktion

4. Ziele und Massnahmen

Formulieren Sie SMARTE Ziele. Setzen Sie Ihre Massnahmen um!

5. Überprüfen Sie Ihre Zielerreichung

Welche Erfahrungen habe ich gemacht? Wie geht es jetzt konkret weiter? Was mache ich in Zukunft anders?

Zum Schluss noch ein Zitat von Stefan Zweig:

Wer einmal sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt verlieren.

Marco Fuhrer. Headhunter. IT Jobs in der Schweiz. www,marcofuhrer.ch. marco.fuhrer@marcofuhrer.ch. +41 79 3004271.

Selbsterkenntnis: Ist das Selbstbild nicht auch ein Fremdbild?

selbstbild

Das Selbstbild steuert das Denken, Fühlen und Verhalten. Es entstand durch die eigene Veranlagung, durch die gemachten Erfahrungen und deren Deutung. Aber auch durch die unterschiedlichsten Skripte die sich im Laufe der Zeit in unserem Unterbewusstsein eingenistet haben, Du musst., Sei schnell…, Sei fleissig…., etc.. Es wird auch sehr stark geprägt durch unsere Werte und Einstellungen. Das Selbstbild misst sich am Wunschbild, also daran, wie jemand gerne sein möchte. Wunschbild und Idealbild werden im Selbstkonzept zusammengefasst. Deshalb erlauben Sie mir die Fragestellung: Ist das Selbstbild nicht auch ein Fremdbild?

Die Übereinstimmung von Selbstbild und Wunschbild, Selbstbild und Fremdbild sind wichtige Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit, die psychische Gesundheit und für den richtigen Umgang mit Dritten. Je deutlicher das Selbstbild ist, und besser es mit dem Fremdbild übereinstimmt, desto klarer erkennt man den Unterschied zum Idealbild, daraus können Sie Entwicklungsschritte ableiten.

Statisches oder dynamisches Selbstbild

„So bin ich nun mal. Ich kann das einfach nicht!“ Haben Sie so einen Satz schon mal gehört? Oder haben Sie vielleicht selbst schon so gedacht? Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie sich dabei gefühlt haben? Was für eine Situation mag das gewesen sein? Was war es, das Sie „einfach nicht konnten“?

Stellen Sie sich einmal vor, sie hätten zu diesem Zeitpunkt das Wörtchen „noch“ in Ihre Aussage einfügen können: „Ich kann das noch nicht.“ Was hätte sich für Sie verändert?

Die Veränderung, die hier stattfindet, bezieht sich auf das Selbstbild bzw. die Einstellung, die Sie sich selbst gegenüber haben. Die Psychologin Carol Dweck unterscheidet zwischen dem statischen Selbstbild (fixed mindset) und dem dynamischen Selbstbild (growth mindset) (Dweck, 2009). Der Unterschied zwischen beiden liegt sozusagen in dem „noch“, welches wir oben eingefügt haben.

Das dynamische Selbstbild beinhaltet die Annahme, dass Sie sich zu einem gegebenen Zeitpunkt auf einem bestimmten Entwicklungsstand befinden, und dass Sie auf dieser Basis viele neue Dinge erlernen können. Wenn Sie etwas jetzt noch nicht beherrschen, kann eine zukünftige Version Ihrer Selbst durchaus dazu in der Lage sein – wenn Sie sich auf die Lernerfahrung einlassen und den Gedanken zulassen, dass Sie es jetzt tatsächlich noch nicht können. Aber vielleicht bald!

Statisches Selbstbild (fixed mindset)

  • Fähigkeiten und Intelligenz sind grundsätzlich vorgegeben und nicht oder wenig veränderbar.
  • Erfolg bedeutet, gute Noten zu haben bzw. der Beste zu sein. Dabei zählt das Ergebnis.
  • Fehler werden gleichgesetzt mit einem Mangel an Kompetenz. Nach Fehlern sinkt die Motivation.

An diesem Punkt bleiben oft die meisten Pädagogen stehen.

Dynamisches Selbstbild (growth mindset)

  • Fähigkeiten und Intelligenz sind grundsätzlich entwicklungsfähig und veränderbar.
  • Erfolg bedeutet: „Lernen, um etwas besser zu verstehen.“
  • Fehler werden als Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet. Dadurch steigen Motivation und Leistungsbereitschaft.

(von abb seminare Albert Glossner)

Risiken der Selbstbildverzerrung

Das Selbstbild das Menschen von sich haben ist immer subjektiv und unvollständig es besteht die Gefahr von: Narzissmus, Überkompensation, Verdrängung und Verleugnung, Rationalisierung und der Projektion.

Der Weg aus dieser Gefahr besteht im steten Abholen von Fremdbildern, sich ehrlich und selbstkritisch damit auseinanderzusetzen, um so zu authentischen und integren Menschen  zu werden.

Fremdbild

Ich weiss nicht, was ich gesagt habe, bevor ich die Antwort, meines Gegenübers gehört habe. (von Paul Watzlawick)

Die Einschätzung der Menschen, mit denen wir regelmässig Kontakt haben, ist eine wichtige Informationsquelle. Das Feedback das wir dabei erhalten ist oft schmeichelhaft, es kann aber schmerzlich sein. Es ist aber wichtig sich mit dem Feedback auseinanderzusetzen, Selbstbild und Fremdbild abzugleichen, um daraus die persönlichen Entwicklungsschritte abzuleiten.

Marco Fuhrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühlingserwachen: Ikigai

Erwachen, blühen, wachsen, Fruchtbarkeit, dies alles steht doch für Ostern. Ostern als Neuanfang, Neubeginn, erst aus der Bärenhöhle erwacht, den Kopf rausgestreckt und von den ersten, warmen Strahlen der Frühlingssonne erwärmt. So ergeht es zumindest mir, der eigentliche Jahresanfang beginnt bei mir im Frühling! Mein Jahresmotto für dieses Jahr heisst, Achtsamkeit, Achtsam sein mit mir, den Mitmenschen, der Natur, meiner Umgebung, in meiner beruflichen Tätigkeiten, in dem was ich tue und eben auch nicht mehr tue!

Ikigai eine Japanische Business Philosophie stellt dabei die richtigen Fragen, mit denen ich mich diese Ostertage auseinandersetzen will:

  • Was macht mir Spass?
  • Worin bin ich richtig gut?
  • Was braucht diese Welt?
  • Wofür würde man mich bezahlen?

Wie lauten Eure Antworten, auf diese Fragen?

Marco Fuhrer, Talentscout (Headhunter, Coach, Trainer, Experte in den Themen Leadership (Selbsterkenntnis, Selbstmanagement, Kommunikation, Teamführung, Konfliktmanagement)).