Mit dem 30 Sekunden Elevator Pitch in die Chef-Etage

Was ist ein Elevator-Pitch?

Wer bin ich? und wenn ja wie viele? (nach Richard David Precht).

Was will ich? Was will ich nicht? Was sind meine Stärken, was meine Schwächen? Was habe ich aus der Auseinandersetzung mit meinem Selbstbild und Fremdbild gelernt? Wie beeinflussen meine Werte und Überzeugungen mein Tun und Handeln? Was sind meine persönlichen Ziele, bis wann will ich Sie realisiert haben?

Das Beantworten dieser Fragen ist nicht einfach und wird durch die zunehmende Komplexität auf dieser Welt immer schwieriger. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen  hilft  uns aber Richtung und Orientierung zu geben und ist ein fortlaufender Prozess.

Bitte lesen Sie zuerst meine Blogs zu den Themen Selbsterkenntnis und Personal Branding, diese sind eine gute Basis um Ihren 30 Sekunden Werbespot (Elevator-Pitch) zu entwickeln! Für mich ist der 30 Sekunden Werbespot gleichbedeutend wie Ihr Marken-Mantra. Ihr Glaubenssatz!

Elevator Pitch kommt aus Amerika. Zur Aufzugspräsentation (Elevator Pitch auf Deutsch) können Sie sich folgende Geschichte vorstellen:

Sie befinden sich im Hauptquartier von Microsoft in Redmond/Seattle und warten vor dem Aufzug, Sie schauen sich um und der Zufall will, dass Bill Gates neben Ihnen steht. Die geschätzte Fahrtdauer beträgt 30 Sekunden. Es ist Ihre CHANCE! Wie schaffen Sie es, in 30 Sekunden seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, damit er Sie zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einlädt?

Einsatzgebiete für den Elevator Pitch

Ein 30 Sekunden Elevator Pitch kann Ihnen Türen öffnen: Sie möchten potenzielle Kunden am Telefon neugierig auf Ire Leistungen machen? Sie müssen an Messen oder Kongresse Ihr Angebot auf den Punkt bringen. Sie werden an einem Anlass gefragt was machen Sie beruflich? Sie möchten sich an einem Seminar kurz und wirkungsvoll vorstellen. Sie werden an einem Vorstellungsgespräch aufgefordert „erzählen Sie doch etwas über sich“.

Wie gehen Sie vor?

Ein guter Elevator Pitch basiert auf der Formel: AIDA (Attention: Aufmerksamkeit erzeugen, Ihr Angebot, was  bieten Sie Neues?, Interest: Interesse wecken, Ihr USP: Was unterscheidet Sie?, Desire: Verlangen auslösen, Ihr Nutzen: Wie profitiert der Kunde davon?, Action: Handlung provozieren, Ihr Appell: Jetzt beim Angebot zugreifen!)

Information geben

Geben Sie Ihrem Gegenüber den Vornamen und Namen und was Sie machen, d.h. Ihre Position und Funktion bekannt.

Bereits der erste Satz muss Sitzen

Er dienst dazu die Neugier Ihres Gesprächspartners zu wecken. Achten Sie darauf, den Blickkontakt zu halten, um Selbstbewusstsein auszustrahlen.

Setzen Sie Prioritäten

Holen Sie nicht zu weit aus, sondern kommen Sie direkt auf den Punkt. Bereiten Sie ein bis zwei Sätze vor, die Ihren Werdegang oder Ihre Idee zusammenfassen.

Stellen Sie das Besondere heraus

Was unterscheidet Sie? Was ist das Spezielle an Ihrem Angebot?

Gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein

Wer ist Ihre Zielgruppe, Was interessiert diese und welchen Hintergrund bringen Sie mit? Welchen Mehrwert bieten Sie der Zielgruppe.

Drücken Sie sich verständlich aus

Überrollen Sie das Gegenüber nicht mit Zahlen und Fakten. Stellen Sie sicher, dass man Sie versteht.

Zeigen Sie Begeisterung

Begeisterung ist anstecken. Sind Sie begeistert und können glaubwürdig  zeigen, dass Sie für das, was Sie tun, übertragen sich diese positiven Gefühle weiter.

Seien Sie authentisch

Ein auswendig gelernter Text wirkt gekünstelt. Bringen Sie mit Sachkunde und etwas Humor Ihre Persönlichkeit mit ein.

Bitte kein Monolog

Geben Sie Ihrem Gesprächspartner auch die Chance sich einzuklicken.

Was ist der nächste Schritt

Was wäre der nächste Schritt für Ihr Gegenüber? Wird Ihr Gesprächspartner mitmachen?

Geben Sie Ihrem Gegenüber die Chance in Kontakt zu bleiben

Geben Sie Ihre Visitenkarte. Verabreden Sie sich zu einem ausführlichen Gespräch.

Schauen Sie sich auch den folgenden Youtube Beitrag an:

http://www.youtube.com/watch?v=DBiDwjomsUg

Marco Fuhrer

Personal Branding: die ersten Schritte

Trust ConceptDieser Blog ist die logische Konsequenz und das Fortschreiben meiner bisherigen Blogs zum Thema Selbsterkenntnis. In diesen beschrieb ich, wie wichtig das Reflektieren und die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen, mit dem Fremdbild und dem Selbstbild ist, und wie die Überzeugungen, Einstellungen und unsere Werte, schlussendlich unser Verhalten beeinflussen.

Sein – heisst wahrgenommen werden!

Ich suche nicht – ich werde gefunden!

„Während insbesondere die Amerikaner dem Selbstmarketing schon lange grosse Aufmerksamkeit schenkten, fristete die gezielte Eigenwerbung in unseren Breitengraden ein Schattendasein. Harte Arbeit, Leistung und Bescheidenheit galten bei uns lange als Tugenden – und tun es heute noch. Und das nicht zu Unrecht, denn Qualität ist immer noch eine wichtige Voraussetzung fürs Geschäft. In den letzten Jahren ist jedoch die Erkenntnis gereift, dass voller Arbeitseinsatz alleine nicht mehr reicht, um beruflich erfolgreich zu sein. Denn was nützen mir die grössten Erfolge, wenn niemand sie beachtet? Wie will ich trotz bester Qualifikationen den Zuschlag für meinen Traumjob erhalten, wenn keiner von meinen Fähigkeiten weiss? Und wie kann ich Kunden gewinnen, wenn diese mich und mein Angebot gar nicht wahrnehmen?“ (aus Profil macht Karriere von Frau Dr. Petra Wüst, Orell Füssli Verlag, ein sehr empfehlenswertes Buch).

Werden Sie zu Ihrer eigenen Marke! Schärfen Sie Ihr Profil! Heben Sie Ihre Einzigartigkeit hervor! Erfolgreiche Persönlichkeiten kommunizieren klar und deutlich wofür Sie stehen, auch mit Ihren Ecken und Kanten. Sie sind authentisch. Dies schafft Vertrauen und Identität, man kann diese Menschen einordnen und besser Verstehen. Es verschafft einem Glaubwürdigkeit und Reputation.

Zudem schafft das arbeiten an der eigenen Marke mehr „personal-content“, es stärkt das Selbstvertrauen, mehr Selbstvertrauen gleich mehr Charisma, mehr Charisma gleich grössere Wirkung mit dem was ich tue und sage.

In der Sprache des Internets: ein guter Content bewirkt mehr Follower, umso grösser ist der Erfolg.

Die ersten Schritte zum Personal Branding:

1. Das einzigartige Verkaufsversprechen (USP)

Hier beantworte ich die Fragen: Wer bin ich? Was macht mich aus? Worin bin ich gut? Was stelle ich dar? Was sind meine grössten Stärken? Was will ich damit erreichen? Damit heben Sie sich von der Masse ab. Man kann sich von Ihnen ein gutes Bild machen.

2. Unsere Emotionen (Emotional Selling Proposition ESP)

Was sind unsere liebsten, gelebten und erlebten Emotionen?  Was ist Ihr innerer Leuchtturm: was sind Ihre Überzeugungen, Einstellungen, gelebten Werte? Ihre liebsten Hobbies? Lasst die Menschen daran teilhaben. Es geht um den Aufbau von nachhaltigen Beziehungen, schaffen von Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

3. Welches Ziel will ich wie und wann erreichen?

Formulieren Sie es nach der SMART-Regel. In welchen Business will ich tätig sein? Was soll den Menschen  bei meinem Namen in den Sinn kommen? Wo ist mein Markt? In welchem Zeithorizont will ich meine Ziel erreichen

4. Definieren Sie Ihre Zielgruppe.

Ordnen Sie Ihre Zielgruppe nach Wichtigkeit ein. Welche Menschen sind für mich relevant? Wo und wer sind die „Influencer“, die für meine Zielerreichung wichtig sein können?

5. Was ist mein Leistungsangebot?

Nach dem Motto: Tue Weniges – dafür aber konzentriert nach Deinen Stärken!

Wo bin ich wirklich gut? Mit welchen Leistungen hebe ich mich ab? Worin besteht mein Mehrwert für den Kunden? Wie schaffe ich WIN/WIN Situationen beim Kunden?

6. Definieren Sie die Ausgestaltung der Beziehungen

Jeder Mensch ist einzigartig. Hören Sie zu. Es ist ein nehmen und geben. Beginnen Sie zu Netzwerken. Haben Sie keine Scheu! Die entsprechenden Internetplattformen sind dazu ein gutes Hilfsmittel, besser ist aber immer noch der persönliche Augenkontakt und das persönliche Gespräch.

7. Definieren Sie Ihr Verhalten

Seien Sie authentisch. Schaffen Sie Verbindlichkeiten. Lassen Sie Taten folgen.

Marco Fuhrer

Tue Weniges, dafür stärkenkonzentriert! Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich auf eine Aufgabe, eine Sache, ein Problem!

 

Businessman multitasking

Sind Smartphones, Apps, E-Mail, Social Media, Produktivitätskiller?

Ständig erreichbar heisst, wir bleiben ununterbrochen unterbrochen!

Smartphones, Apps, E-Mails, Social Media, wir alle nutzen diese technischen Errungenschaften, um unsere Arbeit und unser Leben einfacher zu gestalten. Es geht alles so leicht und die Möglichkeiten  sind so verlockend, dass wir statt Zeit zu sparen, uns immer mehr Aktivitäten aufhalsen und wir uns verzetteln. Wir reagieren wie der Blitz auf jede Nachricht, jedes Anliegen, und erwarten von anderen, dass sie das ebenso tun. Wir bleiben ständig erreichbar und werden dementsprechend „ununterbrochen unterbrochen“.

Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche!

Es wird für uns immer schwieriger sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Konzentration ist heute der knappste Rohstoff. Es gib nur wenige Berufsgruppen, wie die zum Beispiel der Chirurgen, die heute noch ungestört an einer Sache arbeiten können. Nur wer dem Wesentlichen genügend Aufmerksamkeit entgegen bringt, kann Höchstleistungen erreichen. Doch nur die Konzentration genügt nicht. Das Wesentliche ist, sich auf Wesentliches, auf eine kleine Zahl von sorgfältig ausgesuchten Schwerpunkten zu beschränken, wenn man an Wirkung und Erfolg interessiert ist. Fast alle Menschen, die durch Ihre Leistungen bekannt oder gar berühmt geworden sind, haben sich auf eine Sache, auf eine Aufgabe und ein Problem konzentriert.

Sind wir Multitasking fähig?

Nein. Wer zu vieles gleichzeitig macht, macht nichts gut. Multitasking gehört bei Vielen zum Alltag und gilt als Kompetenz. Leider ist dies eine Illusion. Unser Gehirn vermag zwar zwischen zwei Aufgaben hin- und her-zuspringen, an Beiden gleichzeitig zu arbeiten können 97% aller Menschengehirne nicht. Es fühlt sich gut an wenn wir binnen weniger Minuten auf eine Mail antworten. Es gibt einem das Gefühl dass wir viel leisten – doch dauert solch eine Unterbrechung durch eine E-Mail fast eine halbe Stunde , bis man sich wieder voll und ganz der ursprünglichen Aufgabe zuwenden kann. Den Konzentrationsmodus zu erreichen, kostet das Gehirn viel Aufwand. Wird es einmal herausgerissen, fängt es wieder bei Null an. Ständiges Multitasking ist deshalb ineffektiv und anstrengend, es reduziert die Konzentrationsfähigkeit und die Kreativität und beeinträchtigt das Erinnerungsvermögen. Zudem schadet Multitasking wegem Stress das es auslöst unserer Gesundheit. Burnout, Erschöpfung, schwaches Immunsystem sind die Folgen.

Der Teufel steckt im Dopamin

Wir verspüren immer wieder den Drang, uns ständig Neuem zuzuwenden. Das liegt an der Funktionsweise des Gehirns, das jede Neuentdeckung mit einer Dopamin-Ausschüttung belohnt. In einer Zeit wie heute, in der es Unmengen potenzieller Neuigkeiten gibt, werden wir sehr schnell süchtig danach. Zum Teil können wir gar nicht mehr autonom funktionieren, sondern uns nur noch mit stets abschweifenden Gedanken beschäftigen. Wir verlieren die Fähigkeit, uns auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und dabei bei uns zu sein. Fokussierte Gesprächsführung, tiefes Lesen, Aufgehen in einem Musikstück – all das geht mehr und mehr verloren.

Fazit, was ist zu tun!

  • Der Weg zum Erfolg führt über eine Beschränkung auf das Wesentliche.
  • Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken. Aufgaben und Stärken sollten Deckungsgleich sein.
  • Definieren Sie klare Aufgaben, klare Ziele, klare Zeitrahmen.
  • Schirmen Sie sich ab, lernen Sie auch Nein zu sagen.
  • Stecken Sie sich hohe Ziele (Moonshots, vergleiche dazu die Google Philosophie), dies fördert die Kreativität.
  • Wenden Sie die Pareto Regel an: Nachweislich erzielen wir mit etwa 20 Prozent unserer Anstrengungen etwa 80% unserer Ergebnisse.
  • Machen Sie digitale Pausen. Sie leben in der analogen Welt, mit der Natur, Ihrer Familie, Ihren Freunden. Bewegen Sie sich. Essen Sie gesund. Entspannen Sie sich (Yoga, Meditation). Vergessen Sie das Lachen nicht.

 

Literaturhinweis: Zum Teil habe ich aus diesen Büchern zitiert. Konzentration von Marco von Münchhausen, Gabal Verlag 2016. The One Thing von Gary Keller und Jay Papasan Redline Verlag 2017.

marco fuhrer. talentscout. headhunter. management trainer.

E-Mail: marco.fuhrer@marcofuhrer.ch. Phone: +41 79 3004271.

 

Selbsterkenntnis: Ist das Selbstbild nicht auch ein Fremdbild?

selbstbild

Das Selbstbild steuert das Denken, Fühlen und Verhalten. Es entstand durch die eigene Veranlagung, durch die gemachten Erfahrungen und deren Deutung. Aber auch durch die unterschiedlichsten Skripte die sich im Laufe der Zeit in unserem Unterbewusstsein eingenistet haben, Du musst., Sei schnell…, Sei fleissig…., etc.. Es wird auch sehr stark geprägt durch unsere Werte und Einstellungen. Das Selbstbild misst sich am Wunschbild, also daran, wie jemand gerne sein möchte. Wunschbild und Idealbild werden im Selbstkonzept zusammengefasst. Deshalb erlauben Sie mir die Fragestellung: Ist das Selbstbild nicht auch ein Fremdbild?

Die Übereinstimmung von Selbstbild und Wunschbild, Selbstbild und Fremdbild sind wichtige Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit, die psychische Gesundheit und für den richtigen Umgang mit Dritten. Je deutlicher das Selbstbild ist, und besser es mit dem Fremdbild übereinstimmt, desto klarer erkennt man den Unterschied zum Idealbild, daraus können Sie Entwicklungsschritte ableiten.

Statisches oder dynamisches Selbstbild

„So bin ich nun mal. Ich kann das einfach nicht!“ Haben Sie so einen Satz schon mal gehört? Oder haben Sie vielleicht selbst schon so gedacht? Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie sich dabei gefühlt haben? Was für eine Situation mag das gewesen sein? Was war es, das Sie „einfach nicht konnten“?

Stellen Sie sich einmal vor, sie hätten zu diesem Zeitpunkt das Wörtchen „noch“ in Ihre Aussage einfügen können: „Ich kann das noch nicht.“ Was hätte sich für Sie verändert?

Die Veränderung, die hier stattfindet, bezieht sich auf das Selbstbild bzw. die Einstellung, die Sie sich selbst gegenüber haben. Die Psychologin Carol Dweck unterscheidet zwischen dem statischen Selbstbild (fixed mindset) und dem dynamischen Selbstbild (growth mindset) (Dweck, 2009). Der Unterschied zwischen beiden liegt sozusagen in dem „noch“, welches wir oben eingefügt haben.

Das dynamische Selbstbild beinhaltet die Annahme, dass Sie sich zu einem gegebenen Zeitpunkt auf einem bestimmten Entwicklungsstand befinden, und dass Sie auf dieser Basis viele neue Dinge erlernen können. Wenn Sie etwas jetzt noch nicht beherrschen, kann eine zukünftige Version Ihrer Selbst durchaus dazu in der Lage sein – wenn Sie sich auf die Lernerfahrung einlassen und den Gedanken zulassen, dass Sie es jetzt tatsächlich noch nicht können. Aber vielleicht bald!

Statisches Selbstbild (fixed mindset)

  • Fähigkeiten und Intelligenz sind grundsätzlich vorgegeben und nicht oder wenig veränderbar.
  • Erfolg bedeutet, gute Noten zu haben bzw. der Beste zu sein. Dabei zählt das Ergebnis.
  • Fehler werden gleichgesetzt mit einem Mangel an Kompetenz. Nach Fehlern sinkt die Motivation.

An diesem Punkt bleiben oft die meisten Pädagogen stehen.

Dynamisches Selbstbild (growth mindset)

  • Fähigkeiten und Intelligenz sind grundsätzlich entwicklungsfähig und veränderbar.
  • Erfolg bedeutet: „Lernen, um etwas besser zu verstehen.“
  • Fehler werden als Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet. Dadurch steigen Motivation und Leistungsbereitschaft.

(von abb seminare Albert Glossner)

Risiken der Selbstbildverzerrung

Das Selbstbild das Menschen von sich haben ist immer subjektiv und unvollständig es besteht die Gefahr von: Narzissmus, Überkompensation, Verdrängung und Verleugnung, Rationalisierung und der Projektion.

Der Weg aus dieser Gefahr besteht im steten Abholen von Fremdbildern, sich ehrlich und selbstkritisch damit auseinanderzusetzen, um so zu authentischen und integren Menschen  zu werden.

Fremdbild

Ich weiss nicht, was ich gesagt habe, bevor ich die Antwort, meines Gegenübers gehört habe. (von Paul Watzlawick)

Die Einschätzung der Menschen, mit denen wir regelmässig Kontakt haben, ist eine wichtige Informationsquelle. Das Feedback das wir dabei erhalten ist oft schmeichelhaft, es kann aber schmerzlich sein. Es ist aber wichtig sich mit dem Feedback auseinanderzusetzen, Selbstbild und Fremdbild abzugleichen, um daraus die persönlichen Entwicklungsschritte abzuleiten.

Marco Fuhrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühlingserwachen: Ikigai

Erwachen, blühen, wachsen, Fruchtbarkeit, dies alles steht doch für Ostern. Ostern als Neuanfang, Neubeginn, erst aus der Bärenhöhle erwacht, den Kopf rausgestreckt und von den ersten, warmen Strahlen der Frühlingssonne erwärmt. So ergeht es zumindest mir, der eigentliche Jahresanfang beginnt bei mir im Frühling! Mein Jahresmotto für dieses Jahr heisst, Achtsamkeit, Achtsam sein mit mir, den Mitmenschen, der Natur, meiner Umgebung, in meiner beruflichen Tätigkeiten, in dem was ich tue und eben auch nicht mehr tue!

Ikigai eine Japanische Business Philosophie stellt dabei die richtigen Fragen, mit denen ich mich diese Ostertage auseinandersetzen will:

  • Was macht mir Spass?
  • Worin bin ich richtig gut?
  • Was braucht diese Welt?
  • Wofür würde man mich bezahlen?

Wie lauten Eure Antworten, auf diese Fragen?

Marco Fuhrer, Talentscout (Headhunter, Coach, Trainer, Experte in den Themen Leadership (Selbsterkenntnis, Selbstmanagement, Kommunikation, Teamführung, Konfliktmanagement)).

 

 

Personal Branding: Taten statt Worte, die Umsetzung

Wie stellen Sie eine authentische und glaubwürdige Eigen-Marke dar?

1. Visualisierung der eigenen Marke

Es ist wichtig, ein konsistentes Markenerlebnis zu schaffen. Dabei ist wichtig, dass nicht nur die Inhalte, sondern auch die verwendeten Bilder im gleichen Stil gehalten sind. Es empfiehlt sich, für diesen Zweck ein Set an professionellen Fotos zu verwenden.

Aber auch der persönliche Auftritt, das Aussehen, der Dresscode, der Kleidungsstil, die Körperhaltung, gehört zur Visualisierung der eigenen Marke. Pflegen und verkörpern Sie Ihren unverwechselbaren Stil täglich und unmissverständlich und bleiben Sie sich treu. Wer eine klare Linie hat, wird nicht in der grauen Masse untergehen.

2. Die inhaltliche Gestaltung von Social Media Profilen

Auch hier ist der rote Faden wichtig. Sei es auch XING, Linkedin, Facebook und Co, versuchen Sie hier eine sprachliche und inhaltliche Konsistenz zu finden.

Mit Ihren persönlichen, selbstgeschriebenen und professionellen Beiträgen untermauern Sie Ihre Expertise. Kommentieren Sie, bloggen Sie, geben Sie Ihre Meinung bekannt. Verweisen Sie auf Links von Inhalten und anderen Quellen. Aber auch private Einträge dürfen nicht fehlen, es zeigt ein Mensch, es zeigt Emotionen.

3. Die Plattformen (zum Teil aus: Frau Dr. Petra Wüst, Profil macht Karriere, ein sehr empfehlenswertes Buch)

Seien Sie wählerisch. Wer überall dabei ist, nur weil alle anderen es auch sind, wirkt alles andere als einzigartig. Dabei entstehen die folgenden Fragestellungen:

Welcher Teilnehmerkreis ist für mich interessant und gewinnbringend?

Wo kann ich etwas nützliches beitragen?

Wo lerne ich am ehesten die Menschen kennen, die mich in meiner aktuellen beruflichen Situationen und im Hinblick auf meine Ziele unterstützen können?

Welche Kanäle stehen zur Verfügung: Linkedin, Xing gehören zu den Basics im Personal Branding. Diese Plattformen gehören zu den Business Netzwerken und sind dazu gedacht sich professionell zu präsentieren.  Füllen Sie  Ihr Profil vollständig und korrekt aus. Je detaillierter die Angaben , desto eher werden Sie gefunden und desto höher sind die Chancen auch gefunden zu werden. Seien Sie unbedingt ehrlich und transparent.

Auch Facebook wird zunehmend für das Personal Branding genutzt. Auf dieser Plattform können Sie sich zusätzlich auch als Privatperson darstellen. Erzählen Sie Geschichten. Diese dienen auch der ESP (Emotional Selling Proposition), wir haben es mit Menschen zu tun, diese sind einzigartig, wir lernen dabei, wie die Kontaktpersonen ticken, wir lernen mehr über ihre Lebensbiographien und finden so eventuell auch Gemeinsamkeiten mit denen wir uns verknüpfen können. Das Netz vergisst nicht, überlegen Sie sich gut was Sie ins Netz stellen wollen, oder was nicht. Selbst wenn die Inhalten gelöscht worden sind, können Sie wieder gefunden werden. Vermeiden Sie Peinlichkeiten!

Blog oder Newsletter sind eine wichtige Werbung, dabei können sich Ihre potenziellen Arbeit- und Auftraggeber ein Bild Ihrer Person , Ihres Arbeitsgebietes und Ihrer Kompetenz vermitteln. Achten Sie dabei auf Professionalität – nicht nur beim Inhalt, sondern auch in der visuellen Gestaltung.

Twitter, mit den 140 Zeichen-Tweets können Sie sehr rasch Ihre Botschaften einfach und schnell unters Volk bringen. Twitter benötigt nicht den gleichen Zeitaufwand wie der Unterhalt eines Blogs, und durch die Häufigkeit der Posts bleiben Sie  in der Wahrnehmung Ihres Netzwerkes präsent.

Instagram und Pinterest. Instagram bietet sich insbesondere bei kreativen Branchen für die professionelle Nutzung und Selbstvermarktung an. Also immer dann wenn Sie visuell Ansprechendes zu zeigen haben. Als für Künstler , Fotografen, Designer, Modeblogger, etc.  Pinterest, diese Pinnwand dient anderen Berufsgruppen. Diese ist besonders geeignet für Infografiken.

Youtube und Vimeo. Die Nutzung von YouTube oder Vimeo fürs Personal Branding kann sehr effektiv sein. Insbesondere bei der Jobsuche ist ein gut gemachtes persönliches Video nützlich. Wenn jemand lieber über ein bestimmtes Thema redet, als Blogbeiträge zu schreiben, kann ein eigener YouTube-Kanal spannend sein. Dazu gehören erfahrungsgemäss aber die wenigsten Menschen. Hier sollte man darauf achten, dass man in gutes Video- bzw. Ton-Equipment investiert. Sonst machen solche Videos schnell einen nicht professionellen Eindruck. Zunehmend werden Sie auch als Ergänzung zur eigenen Bewerbung produziert (siehe Beispiele auf http://www.careerinsights.ch).

Marco Fuhrer

 

Selbsterkenntnis: Selbstbild und Fremdbild. Die Geschichte vom Huhn und Adler (nach James Aggrey).

Ein Mann – so wird erzählt – fing sich im Wald einen jungen Adler. 
Er nahm ihn mit nach Hause und steckte ihn zu seinen Hühnern in den Hühnerstall.
Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er doch ein Adler war, der König der Vögel, der König der Lüfte!

Nach fünf Jahren kam einmal ein anderer Mann zu Besuch, der verstand etwas von Naturkunde. Dem fiel der Adler auf und er sagte: „Der Vogel dort ist kein Huhn, sondern ein Adler.“ „Ja“, sagte der Mann, „das stimmt. Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn.“ „Nein“, sagte der andere, „er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte“. „Nein, nein“, sagte der Mann, „er ist jetzt ein richtiges Huhn geworden und wird niemals mehr wie ein Adler fliegen“.

Darauf beschlossen sie, eine Probe zu machen. Der vogelkundige Mann nahm den Adler, hob ihn in die Höhe und sagte beschwörend: „Der du ein Adler bist, der du dem Himmel gehörst und nicht dieser Erde, breite deine Schwingen aus und fliege!“ Der Adler auf der Hoch gestreckten Faust blickte sich um. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken und er sprang zu ihnen hinunter und pickte mit.

Der naturkundige Mann gab aber noch nicht auf. Am nächsten Tag stieg er mit dem Adler am Arm auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: „Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege!“ Aber als der Adler wieder die scharrenden Hühner im Hof erblickte, sprang er zu ihnen hinunter und scharrte mit.

Da sagte der Mann: „Ich habe es dir ja gesagt, er ist ein Huhn und er bleibt ein Huhn.“ „Nein“, sagte der andere, „Er ist ein Adler und er hat noch immer das Herz eines Adlers. Lass es uns noch ein einziges Mal versuchen. Morgen werde ich ihn fliegen lassen.“

Am nächsten Morgen ging er mit dem Adler vor die Stadt auf einen hohen Berg. Er hob den Adler empor und sagt zu ihm: „Adler, du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel, nicht dieser Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege!“ Der Adler zitterte, aber er flog nicht. Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen und plötzlich breitete der Adler seine Schwingen aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers in die Luft und kehrte nie wieder zurück.

Bist du auch ein Adler?

 

Marco Fuhrer