Selbstmanagement ist nicht nur Zeitmanagement

 

Selbstmanagement ist nicht nur Zeitmanagement

Für den Begriff Selbstmanagement gibt eine Vielzahl an Definitionen, Begriffe wie Selbstoptimierung, Selbststeuerung, Selbstführung werden oft synonym verwendet.

Zeit lässt sich nicht managen. Sie vergeht immer gleich schnell und unabhängig davon, in welche Aufgabenplanung wir sie hineinpressen. Wir versuchen die Zeit zu Optimieren, was nicht selten dazu führt, dass weitere Optimierungen folgen. Was aber, wenn keine weiteren Optimierungen möglich sind? Selbstmanagement greift viel weiter als diese rein zeitliche Organisation der eigenen Person, es bedeutet Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung.

Wissen Sie was Sie wollen?

An dieser Stelle kommt das eigene „Selbst“ jenseits aller Definitionen entscheidend zum tragen. Bewusste Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung (lesen Sie meine vorangehenden Blogs zum Thema Selbstkenntnis). Was will ich? Was kann ich? Warum tue ich das, was und wie ich es tue? Wer bin ich? Was ist mir wichtig in meinem Leben? Bin ich bereit den anstehenden Anforderungen weiter zu begegnen, mich weiter anzupassen und bin ich dazu überhaupt in der Lage?

Ein tiefes Verständnis für die eigene Persönlichkeit ist entscheidend für ein effektives Selbstmanagement. Es hilft uns, authentische, selbstbestimmte Veränderungen an unseren Verhaltensweisen umzusetzen. Wenn man weiss was man will, legen sich Prioritäten von alleine fest, desto einfacher erkennt man Grenzen und lassen sich Freiräume schaffen.

Was und wie wir denken und fühlen ist dabei bestimmend. Eine zukunftsorientierte, nachthaltige und positive Geisteshaltung ist dabei wichtig. Gutes Selbstmanagement bedingt, dass wir reflektieren, die Aufgaben hinterfragen, dir wir zum Teil alle als gleich wichtig bewerten, es schärft unseren Blick für das Wesentliche, für das was wirklich wichtig ist. Diese Achtsamkeit wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit, auf unser Berufs- und Privatleben aus.

Marco Fuhrer. Dozent und Experte zum Thema Leadership. Coach, Management Trainer und Talent Scout (Headhunter) für IT Professionals in der Schweiz, im Januar 2018.

 

 

 

 

 

Beim Bewerbungsgespräch zählt Ihre Persönlichkeit

Business - Job Interview with candidate and HR
Bewerbungsgespräche laufen heute anders ab als noch vor 10 Jahren

Erfahrungen aus meiner Praxis als Headhunter:

1. Seien Sie verbindlich

Sie wollen den Job, das ist klar und das Gegenüber einen Menschen der überzeugend und kompetent ist. Ob Sie als Bewerber erfolgreich sein werden hängt zu 90% von Ihrer Persönlichkeit ab.

Beginnen Sie mit einem Small Talk. Machen Sie ein Kompliment. Verstellen Sie sich nicht. Seien Sie präsent und hören Sie aufmerksam zu. Bringen Sie Ihr Gegenüber zum Lachen und sprechen Sie über Gemeinsamkeiten (es lassen sich sicher in den Social Medias Gemeinsamkeiten finden).

2. Spinnen Sie sich einen roten Faden

Erzählen Sie Ihre Geschichte. Warum Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden haben. Warum Sie sich gerade für diese Stelle beworben haben. Danach zählen Sie die 5 wichtigsten Arbeitsstationen auf und erklären knapp und verständlich, was Sie dort gemacht haben. Was war Ihr persönlicher Beitrag am Erfolg des Ganzen. Finden Sie eine Überschrift die Sie beschreibt! „Ich setze um!“, Ich packe zu! Ich kann begeistern! Verwenden Sie diese Überschrift früh, damit Sie Ihr Profil schärfen können. Die Geschichte endet nicht mit dem aktuellen Job. Sagen Sie was Sie jetzt an der ausgeschriebenen Stelle  reizt und wohin Sie sich in 5 Jahren entwickeln möchten.

3. Erfolgreiche Menschen sind reflektierende Menschen

Setzen Sie sich mit Ihren Stärken und Schwächen auseinander. Aber auch mit Ihren Erfolgen und Niederlagen. Was war gut? Was werde ich das nächste Mal besser machen. Zu einer starken Persönlichkeit gehören auch Niederlagen, wie bin ich damit umgegangen und was habe ich daraus gelernt. Erfolg heisst, zu Ihren Stärken entsprechende Situationen zu finden, um diese miteinander zu verbinden. Schildern Sie auch wie Sie mit anderen Menschen zusammengearbeitet haben (verzichten Sie auf Ausdrücke wie „teamwork“).

4. Zeigen Sie sich interessiert

Bereiten Sie sich gründlich vor. Lesen Sie die Firmen Webseite, News, Zeitungsartikel. Informieren Sie sich über Ihren Gesprächspartner. Sorgen Sie für einen Redeanteil von 50:50. Stellen Sie Fragen zu den Unternehmenszielen, zur Abteilung, zum Berufsweg des Interviewers.

5. Ihren Preis

Überlegen Sie sich im Vorfeld was Sie für das Unternehmen zu bieten haben. Erfahrungen, Kontakte, Fachwissen und heben Sie den Nutzen für Unternehmen hervor. Ein Tipp: Verlangen 10% unter Ihrem gedachten Maximum und schauen Sie mal was passiert. Sie können auch für die Dauer der Probezeit ein niedrigeres Gehalt vereinbaren.

6. Eine letzte Frage noch…

Zeigen Sie sich interessiert, indem Sie noch eine letzte Frage stellen. Als Beispiel, falls dies noch nicht geklärt worden ist – Wie beschreiben Sie Ihre Firmenkultur?

7. Dankeschön

Bedanken Sie sich schriftlich. Zeigen Sie Interesse indem Sie klarmachen, was Sie aus dem letzten Gespräch mitgenommen haben und sei es nur, dass es Ihren Entschluss gefestigt hat für das Unternehmen zu arbeiten. Dazu noch den Hinweis, dass man sich freut, schon bald wieder etwas zu hören.

Marco Fuhrer. Headhunter. IT-Jobs Schweiz. www.marcofuhrer.ch. marco.fuhrer@marcofuhrer.ch. +41 79 3004271.